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Die Grosse Umstellung bei Google Analytics

«Google Analytics 4» ersetzt «Google Universal Analytics»

 

Zofingen, 30.11.2022

Wer geschäftlich im Web unterwegs ist, der kommt um Google Analytics nicht herum. Von der einfachen Information über Website-Besucherzahlen bis hin zu komplexen Auswertungen digitaler Kampagnen, bietet Google mit der aktuellen Version «Universal Analytics» ein mächtiges Werkzeug. Dieses wird nun endgültig durch «Analytics 4» abgelöst. 

 

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Am 16. März 2022 hat Google offiziell das Ende von Universal Analytics angekündigt. Per 1. Juli 2023 sollen zentrale Dienste von Universal Analytics eingestellt werden und die User zum Umstieg auf das neue «Google Analytics 4» (GA4) «gezwungen» werden. 

Die Dienste einstellen heisst in diesem Fall auch wirklich, dass für «Universal Analytics» ab diesem Datum keine Daten mehr erfasst und somit auch keine aktuellen Auswertungen mehr zur Verfügung stehen! 

Marketing- und Webverantwortliche, die ihre digitalen Aktivitäten mit Analytics messen, untersuchen und zur Optimierung ihres digitalen Auftritts nutzen, tun gut daran, den Umstieg auf «GA4» zeitnah in Angriff zu nehmen, besser heute als morgen. 

 

Google Analytics 4 – jetzt umsteigen!

1. Google macht ernst mit der Umstellung

Google hat am 16. März 2022 offiziell das Ende von Universal Analytics angekündigt (Prepare for the future with Google Analytics 4). In der Kopfzeile Ihres bestehenden Google Analytics-Kontos werden Sie seit ein paar Monaten darauf hingewiesen, dass bei «Analytics» ein Systemwechsel ansteht. 

Konkret:

  • Ab 1. Juli 2023 können KEINE Daten mehr mit Universal Analytics erhoben werden.
  • Bei Google Analytics 360 Properties ist die Frist 1. Oktober 2023.
  • Ende 2023 soll auch der Zugriff auf Universal Analytics Properties nicht mehr möglich sein, damit gehen historischen Daten aus Universal Analytics verloren.
  • Google stellt Funktionen für den Export der Daten aus UA bereit, zudem sei geplant, weitere Informationen zum Exportieren von Daten zur Verfügung zu stellen, wenn die Einstellung von UA näher rückt. Eine Migration der Daten in GA4 ist per heute nicht bekannt! Ein Import in «Google Data Studio» ist via «Google Sheets» jedoch möglich.

 

2. Weshalb will Google, dass wir auf GA4 umstellen?

Dafür gibt es zwei Hauptgründe: Datenschutz und Technologie! 

 

1. Datenschutz

Mit der Verschärfung der Datenschutzgesetze (insbesondere in der EU) ist Google gezwungen, ihre Mechanismen zur Datenerfassung und Speicherung neu zu organisieren. Z.B. wurden Daten, die mit Universal Analytics (UA) gesammelt wurden, immer in die USA transferiert. In GA4 werden diese nun in Servern innerhalb Europas gesammelt und gespeichert. IP-Adressen werden in GA4 automatisch anonymisiert, in UA musste dies noch manuell konfiguriert werden. Nach 18 Monaten verschwinden die Daten, bzw. sie sind so stark aggregiert, dass keine Rückschlüsse mehr auf einzelne Nutzer gemacht werden können. Nur mit GA4 ist es möglich, Analytics datenschutzkonform zu nutzen - nicht nur in Deutschland mit der DSGVO, auch in der Schweiz!

2. Technologie

Die letzte Überholung von Google Analytics ist bereits 10 Jahre her! – und seitdem hat sich an Content Management-Systemen und Online-Shops technologisch sehr viel geändert! Die Anforderungen zur Plattformübergreifenden (Mobile, Desktop, Tablett, App oder Website, ...) Analyse des Benutzerverhaltens und die Dringlichkeit, genauere Informationen über die Wege der User und die Wirkung digitaler Werbung sind gestiegen. Bestimmt haben Sie schon davon gehört, dass die sogenannten «Cookies» zur Identifikation der Benutzer und deren Verhalten verschwinden sollen (ebenfalls ein Datenschutz-Thema), auch das ein Grund für eine komplett neue Software von Google. 

3. Welchen Mehrwert bietet Google Analytics 4?

GA4 kann noch mehr Daten besser messen. Insbesondere die Nutzergewohnheiten: Das «Tracking der Customer Journey» und die «Attribution von Conversions auf Besucherquellen» wurden stark verbessert. 

Mit «Predictive Analytics» kommt auch die «künstliche Intelligenz» stärker zum Einsatz und sorgt beispielsweise dafür, dass BesucherInnen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit in Zukunft unser Angebot nutzen würden, identifiziert und entsprechend mit geeigneten Werbe-Kampagnen spezifisch ansprechbar werden.

Falls Ihnen die oben verwendeten Fachbegriffe nicht geläufig sind – keine Sorge! 
Wir erklären Ihnen mit einfachen Beispielen, was genau dahintersteckt und welche Möglichkeiten sich daraus für Ihre Anwendung ergeben. 

4. Was verändert sich sonst noch?

  • Aus Datenansichten werden Datenströme.
  • Statt Pageview- und Session-Daten werden Events und Event-Parameter gemessen.
  • Nur wenige UA-Standard-Berichte finden sich in GA4 wieder, dafür können in Sammlungen selbständig Berichte definiert werden.
  • Neu gibt es ein integriertes «Report Debugging».
  • Echtes Plattformübergreifendes Tracking wird möglich.
  • GA4 funktioniert auch ohne «Third-Party Cookies».

5. Wer soll nun wann und wie mit Google Analytics 4 starten?

Marketing- und Webverantwortliche, die ihre digitalen Aktivitäten mit Analytics messen, untersuchen und zur Optimierung ihres digitalen Auftritts nutzen, tun gut daran, den Umstieg auf «GA4» zeitnah in Angriff zu nehmen, besser heute als morgen. 

  1. So rasch wie möglich den geordneten Umstieg auf Google Analytics 4 angehen! Aber nur mit einem konkreten Plan ist der Umstieg von UA auf GA4 relativ schnell und einfach möglich.
  2. Den Systemwechsel als Chance sehen, die Ziele einer Webanalyse zu überdenken, und ggf. unnötigen Zahlen-Ballast über Bord zu werfen.
  3. Google empfiehlt, bis zum Stichtag am 1. Juli 2023, die historischen Daten aus Universal Analytics zu exportieren. 

 

Etwas ausführlicher:

Für alle, die heute Google Analytics strategisch einsetzen gilt es, jetzt die Umstellung anzugehen! Denn ein Vergleich zu den Vorjahresdaten ist nur möglich, wenn bereits jetzt Daten in GA4 gesammelt werden. Starten Sie erst später, werden Sie nur Zugriff auf die Daten ab dem nächsten Jahr haben und keinen Vergleich zum Vorjahr ziehen können. Je mehr Ihr Geschäft vom digitalen Umsatz abhängt und je intensiver Sie digitales Marketing betreiben, desto relevanter sind lückenlose und vergleichbare Datenreihen. In diesem Fall wurden Sie aber bestimmt schon vor diesem Beitrag mit dem Thema konfrontiert und sind bereits mindestens mit der Planung des Umstiegs beschäftigt – hoffentlich!

Viele unserer Kunden nutzen Google Analytics jedoch nur, um einen ungefähren Eindruck über die Nutzung Ihres digitalen Auftritts und ggf. die Wirkung punktueller Werbe-Massnahmen zu erhalten. Eine durchgängige Vergleichbarkeit der Daten ist somit nicht derart kritisch. So sinkt auch die Dringlichkeit für sofortiges Handeln. Trotzdem lohnt sich die zeitnahe Auseinandersetzung mit dem Thema. Sehen Sie den Umstieg auch als Chance, sich mit konkreten Zielen und Daten in der Welt der digitalen Kommunikation zu verbessern, den Werbefranken effizienter zu investieren und mit optimierten Kampagnen vielleicht den Unterschied zu Ihren Mitbewerbern zu machen.

Für den Umstieg auf GA4 bietet Google einen digitalen Assistenten. Damit wird suggeriert, dass der Umstieg mit wenigen Klicks erledigt ist – dem ist aber leider nicht so. Wir empfehlen diese Option nicht! 

Bei sehr einfachen Standard Analytics-Konten kann das funktionieren, bei spezifischen Auswertungen nach Zielen, Zielgruppen, «Tag-Manager» Integrationen und «Firebase»-Anbindungen empfehlen wir ein koordiniertes Vorgehen nach Plan. Der Plan beinhaltet eine Analyse und Beurteilung der Situation, Optimierung der Ziele und Parameter, Aufbau der neuen GA4-Property, Erstellung der Relevanten Auswertungen und Berichte und ggf. Migration der Daten von UA in Google Datastudio. Die bestehende AU-Property läuft bis zum definitiven Ende weiter, so können die neu gewonnen Kennzahlen über den Zeitraum des Parallelbetriebs verglichen und Aussagen verifiziert werden.

Zofingen, 26.11.2022 | Roger Schoch

 

Quellen: 

  • Weiterbildung A. Fischer (Schulungsunterlagen)
  • YouTube-Beiträge von Florian Schoel
  • Blogbeiträge von Michaela Linhart (AnalyticsKiste)

 


Lust auf den Umstieg in das neue Analytics Zeitalter?

Wir begleiten Sie auf diesem Weg!

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Roger Schoch

Geschäftsführer Stv., Projektleiter

 062 745 25 98
 roger.schoch@adi-ag.ch


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